Immobilien-Begriffe von A bis Z

Abgeschlossenheits-Bescheinigung
Bescheinigung des Bauaufsichtsamts, dass die Räumlichkeiten nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) abgeschlossen sind, d.h. baulich von anderen Wohneinheiten getrennt sind und einen eigenen abschließbaren Zugang von außen besitzen.


Abnahmeverpflichtung
Verpflichtung eines Darlehensnehmers, sich innerhalb einer vereinbarten Frist (Abnahmefrist) das Darlehen auszahlen zu lassen.


Abschreibung
Wertminderung von Wirtschaftsgütern, die jährlich zu einem bestimmten Prozentsatz als steuerlicher Verlust im Zuge der Ermittlung Ihrer Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung geltend gemacht werden kann. Auch bei vermieteten Immobilien kann jährlich ein bestimmter Anteil der Anschaffungs-und Herstellungskosten des Gebäudes als Abschreibung steuermindernd geltend gemacht werden. Wichtig ist, dass dies nicht für den Grund und Boden (= Grundstück) gilt, da sich dieser nicht abnutzt. Sein Wert wird nicht in die Abschreibung einbezogen. Es wird unterschieden in

  • lineare Abschreibung: jährlich gleichbleibende Abschreibungsbeträge
  • degressive Abschreibung: jährlich abnehmende Abschreibungsbeträge

Bei der degressiven Abschreibung tritt eine steuermindernde Wirkung wegen der anfänglich höheren Abschreibung früher ein. Bei Neubauten besteht ein Wahlrecht zwischen beiden Abschreibungsformen. Dieses Wahlrecht gilt allerdings nicht bei Altbauten, wo nur die lineare Abschreibung möglich ist.


Allgemeine Darlehensbedingungen
Von der jeweiligen Bank vorformulierte Vertragsbestimmungen, die für alle Kunden bei der Darlehensabwicklung gelten. Mit Unterschrift unter dem Darlehensvertrag werden die allgemeinen Darlehensbedingungen anerkannt.


Annuitätendarlehen
Langfristiges Darlehen, das vom Darlehensnehmer in konstanten Kreditraten zurückgezahlt wird. Die Annuität besteht aus Zins und Tilgung. Während der Laufzeit verringert sich der Zinsanteil der Rate, wohingegen der Tilgungsanteil durch den ersparten Zinsanteil steigt.


Anschlussfinanzierung
Finanzierung, die für die Zeit nach Ablauf der Zinsbindung oder für eine Umschuldung innerhalb der Zinsbindung aufgenommen wird. Häufig spricht man auch von Prolongation oder Umschuldung.


Auflassungsvormerkung

Sichert den schuldrechtlichen Anspruch auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück. Die Auflassungsvormerkung wird in Abteilung II des Grundbuches eingetragen. Sie schützt den zukünftigen Eigentümer davor, dass der Verkäufer ein Objekt z.B. an eine weitere Person verkauft und/oder mit Grundpfandrechten belastet, die nicht mit dem Erwerb der Immobilie zusammenhängen.


Auszahlungsvoraussetzungen
Im Darlehensvertrag vereinbarte Bedingungen, die innerhalb einer bestimmten Frist erfüllt werden müssen, damit die Bank das Darlehen auszahlen kann (z.B. rangrichtige Eintragung der Grundschuld im Grundbuch).


Baubeschreibung
Detaillierte Aufstellung über alle ein Bauvorhaben umfassenden Ausstattungs- und Ausfertigungsmerkmale. Wichtige Inhalte der Baubeschreibung sind z.B. Beschaffenheit der Wände und des Daches, Heizung, Art der Fenster. Sie gibt außerdem genaue Auskunft über die beim Bau verwendeten Materialen. Wegen ihrer Bedeutung für die Beurteilung der Qualität eines Gebäudes ist die Baubeschreibung ein wesentlicher Bestandteil der Finanzierungsanfrage. Sie muss dem Antrag auf Baugenehmigung beigefügt werden.


Beleihungsauslauf
Der prozentuale Anteil des Objektwertes, der fremdfinanziert - also beliehen - wird.


Beleihungsgrenze
Bezeichnung für den Teil des Beleihungswertes einer Immobilie, den die Kreditinstitute nach den für sie maßgebenden gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften beleihen dürfen.


Beleihungsobjekt
Beleihungsobjekte sind Grundstücke, Häuser oder Eigentumswohnungen, die als dingliche Sicherheiten für eine Baufinanzierung dienen. Die Bank sichert sich in der Regel durch Eintrag von Grundschulden ab.


Beleihungswert
Vom jeweiligen Finanzierungsinstitut festgelegte Größe unterhalb des Verkehrswertes einer Immobilie. Der Beleihungswert entspricht in der Regel dem Wert, der unter normalen Umständen bei einem späteren freihändigen Verkauf jederzeit erzielt werden kann, das heißt Verkehrswert abzüglich eines Sicherheitsabschlags.


Bereitstellungszins
Entgelt für die vom Kreditinstitut bereitgestellten (und damit refinanzierten) Darlehen und Darlehensteile, die der Darlehensnehmer aber noch nicht in Anspruch genommenen hat. Der Bereitstellungszins beträgt in der Regel drei Prozent jährlich beziehungsweise 0,25 Prozent im Monat.


Bewirtschaftungskosten
Ausgaben für den laufenden Betrieb und Unterhalt einer Immobilie. Bei vermieteten Immobilien gibt es zwei verschiedene Arten von Bewirtschaftungskosten:

  • Umlagefähige Bewirtschaftungskosten, die dem Mieter in Rechnung gestellt werden können (beispielsweise Müllabfuhr, Straßenreinigung ). Sie sind für den Vermieter ein durchlaufender Posten.
  • Nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten, die dem Mieter nicht in Rechnung gestellt werden können (beispielsweise Verwalterkosten, Instandhaltungsrücklage).


Bürgschaft
Eine Bürgschaft ist ein Vertrag zwischen dem Bürgen und dem Gläubiger eines Dritten. Der Bürge verpflichtet sich gegenüber dem Gläubiger (zum Beispiel einer Bank), für die Erfüllung der Verbindlichkeiten des Dritten (Schuldners) einzustehen - der Bürge haftet mit seinem gesamten Vermögen (selbstschuldnerische Bürgschaft).


Disagio (Damnum)
Differenz zwischen Nominalbetrag und tatsächlicher Auszahlung eines Darlehens. Das Disagio stellt eine Zinsvorauszahlung dar, die dazu führt, dass die Bank den zu zahlenden Nominalzins senkt. Für Kapitalanleger kann ein Disagio steuerlich interessant sein, da es zu den Geldbeschaffungskosten gehört, die als Werbungskosten absetzbar sind.


Effektivzinz
Dies ist der Preis eines Darlehens, in dem nahezu alle Preisbestandteile berücksichtigt sind. Schätzkosten, Bereitstellungszinsen, Kontoführungsgebühren und Teilauszahlungszuschläge fließen nicht in die Berechnung mit ein. Der Effektivzins ermöglicht den Vergleich von verschiedenen Angeboten. Die Effektivzinsberechnung ist in der Preisangabenverordnung (PAngV) geregelt.


Eigenkapital
Eigene Vermögenswerte, die für die Immobilienfinanzierung eingesetzt werden. Zum Eigenkapital zählen: Bargeld, Bank- und Sparguthaben, Wertpapiere, eigenes unbelastetes Grundstück, Bausparguthaben und Eigenleistungen.


Eigenleistung
Persönliche Arbeitsleistung (Selbst-, Verwandten- und Nachbarschaftshilfe), durch die Handwerkerlohnkosten eingespart werden. Die Höhe der Eigenleistung wird vielfach überschätzt. Risiken liegen in dem hohen Zeitaufwand, der längeren Bauzeit, der teilweise unzureichenden fachlichen Qualifikation und dem Ausschluss von Gewährleistungsansprüchen.


Eigennutzung
Nutzung einer Immobilie zu eigenen Wohnzwecken. Eigennutzung ist eine Voraussetzung für die Gewährung der Eigenheimzulage.


Einheitsnutzung
Ein vom Finanzamt festgesetzter Richtwert für Grundstücke und Gebäude, nach dem unter anderen die Grundsteuer ermittelt wird. Der Wert liegt deutlich unter dem tatsächlichen Wert der Immobilie und wird dem Eigentümer durch den Einheitswertbescheid mitgeteilt.


Einliegerwohnung
Von einer Einliegerwohnung kann gesprochen werden, wenn:

  • es sich um eine separate, in sich abgeschlossene Wohnung handelt,
  • die Wohnungsgrösse mindestens 25 Quadratmeter beträgt,
  • eine eigene Küche und sanitäre Einrichtungen vorhanden sind.


Erbbaurecht
Veräußerliches und vererbbares, zeitlich befristetes Recht an einem Grundstück, um auf fremdem Grund und Boden ein Bauwerk zu errichten oder zu nutzen. Das Recht beläuft sich normmalerweise auf einen Zeitraum von 99 Jahren. Als Entgelt für die Überlassung wird ein Erbbauzins vereinbart, der über die gesamte Nutzungsdauer zu entrichten ist. Das Erbbaurecht kann belastet werden.


Festdarlehen
Langfristiges Darlehen, das am Ende der Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt wird. Während der Laufzeit sind nur die Zinsen zu entrichten. Als so genannter Tilgungsersatz werden häufig Bausparverträge, Kapitallebensversicherungen, Rentenversicherungen oder Investmentfonds verwendet.


Flurkarte
Landkarte, die alle Flurstücke einer Gemarkung abbildet. Diese Karte können Sie beim zuständigen Katasteramt einsehen und anfordern.


Flurstück
Bezeichnung für eine bestimmte Grundstücksfläche, die eine genaue Identifizierung dieser Fläche ermöglicht. Ein Grundstück kann aus einem oder mehreren Flurstücken bestehen.


Forward-Darlehen
Darlehen, mit dem sich der Darlehensnehmer bereits zum heutigen Zeitpunkt einen Zinssatz für ein Darlehen in der nahen Zukunft sichert. Voraussetzung für die Aufnahme eines Forward-Darlehens ist das Vorhandensein einer Immobilie, über die eine Besicherung erfolgen kann. Häufig wird diese Form des Darlehens genutzt, wenn die Zinsfestschreibung eines bestehenden Darlehens erst in ein bis drei Jahren ausläuft, aber auf Grund des derzeit günstigen Zinsniveaus bereits eine Anschlussfinanzierung gesucht wird (zum Beispiel, wenn die vorzeitige Kreditablösung wegen hoher Vorfälligkeitsentschädigung nicht sinnvoll ist oder das bisher finanzierende Kreditinstitut einer Umschuldung nicht zustimmt). Für Forward-Darlehen werden je nach Dauer der Aufschubzeit Zuschläge berechnet, die den Zinssatz erhöhen. Es fallen keine Bereitstellungszinsen an.


Fremdkapital
Alle Finanzierungsmittel, die dem Darlehensnehmer von Dritten (Banken, Versicherungen, Arbeitgeber, öffentliche Stellen oder Familie/Freunden) zur Verfügung gestellt werden.


Geldbeschaffungskosten
Kosten, die im Zusammehang mit der Beschaffung von Finanzierungsmitteln entstehen. Dazu gehören unter anderem Bearbeitungskosten, Vermittlerprovisionen, Gutachterkosten, Notar- und Grundbuchgebühren für die Eintragung der Grundschuld. Die von der Bank erhobenen Kosten werden oft direkt vom Auszahlungsbetrag abgezogen.


Gesamtschuldner
Mehrere Darlehensnehmer haften gemeinschaftlich für einen Kredit. Jeder Gesamtschuldner ist unabhängig von den anderen zur vollen Zahlung verpflichtet. Die Bank ist dabei in der Wahl des von ihr in Anspruch genommen Gesamtschuldners frei,darf die Leistung aber natürlich nur einmal verlangen.


Grundbuch
Beim Amtsgericht geführtes Register, das die Rechtsverhältnisse eines Grundstücks darlegt. Es gibt Auskunft über die Größe und Nutzungsart des Grundstücks, über Rechte an anderen Grundstücken, über die Eigentumsverhältnisse und darüber, welche Lasten und Beschränkungen auf dem Grundstück ruhen. Jeder mit berechtigtem Interesse, beispielsweise ein Käufer, kann das Grundbuch einsehen. Es genießt öffentlichen Glauben, auf die Richtigkeit der Angaben kann somit vertraut werden.


Grundbuchauszug
Vollständige Abschrift (Kopie) aller zu einem Grundstück bestehenden Grundbucheintragungen, die beim zuständigen Grundbuchamt von jedem bei berechtigtem Interesse angefordert werden kann.


Grunderwerbsteuer
Steuerliche Belastung beim Kauf oder Erwerb von bebauten und unbebauten Grundstücken. Sie beträgt seit dem 1.01.19973,5 Prozent des Kaufpreises.


Grundpfandrecht
Dingliches Recht eines Dritten an einem Grundstück, beispielsweise eine Hypothek oder Grundschuld.


Grundschuld
Dingliches Recht eines Dritten an einem Grundstück (Grundpfandrecht), das zu Gunsten des Gläubigers in das Grundbuch eingetragen wird. Die Grundschuld ist nicht an eine persönliche Forderung gebunden, stellt aber eine unbedingte Zahlungsverpflichtung aus dem Grundstück dar.


Grundschuldbestellung
Der Grundstückseigentümer erteilt in einer notariell beglaubigten Urkunde seine Zustimmung zur Belastung seines Grundstücks, verbunden mit dem Auftrag, diese Belastung (Grundschuld) in das Grundbuch einzutragen.


Grundschuldzins
Zinsen, die im Grundbuch bei der Grundschuld mit eingetragen werden. Die Höhe des Grundschuldzinses ist unabhängig von der Darlehensforderung und weicht daher vom Zins in den Kreditverträgen ab. Um Zinsschwankungen auszugleichen und im Falle der Zahlungsunfähigkeit der Darlehensnehmer alle Kosten abzudecken, werden die Zinsen im Grundbuch in der Regel höher eingetragen (meist zwischen 15 und 20 Prozent).


Hypothek
Dingliche Sicherung einer persönlichen Forderung an einem Grundstück. Im Gegensatz zur Grundschuld ist die Hypothek abhängig von der ihr zu Grunde liegenden Forderung. Ist die persönliche Forderung bezahlt, erlischt auch die Hypothek. Deshalb werden statt Hypotheken heute in der Regel eingetragen (reduziert Kosten und Arbeitsaufwand: Die Grundschuld braucht nicht gelöscht und bei einem späteren neuen Darlehen noch einmal eingetragen zu werden).


Konditionen
Als Konditionen bezeichnet man die Bedingungen, zu denen ein Darlehensgeber bereit ist, ein Darlehen zu Verfügung zu stellen. Hierzu zählen: Nominalzinssatz, Dauer der Zinsfestschreibung, Auszahlungskurs, Tilgungssatz sowie der Beginn der Tilgung, Bearbeitungskosten und Bereitstellungszinsen. Die im Einzelfall günstigste Finanzierung lässt sich nur durch sorgfältiges Vergleichen aller Faktoren ermitteln.


Konditionenanpassung
Bei Ablauf der Zinsfestschreibung müssen neue Konditionen festgelegt werden. Änderungswünsche des Kunden können zu diesem Zeitpunkt selbstverständlich berücksichtigt werden Das kann beispielsweise die Höhe des Darlehensbetrages oder die Höhe des Tilgungssatzes sein.


Negativerklärung
Mögliches Sicherungsmittel für Finanzierungen mit einer relativ geringen Darlehenshöhe (beispielsweise 10 000 Euro) Durch die Negativerklärung verpflichtet sich der Darlehensnehmer, sein Vermögen nicht durch Veräußerung oder Belastung seines Grundbesitzes oder durch Bestellung sonstiger Sicherheiten an Dritte zu Ungunsten des Kreditgebers zu verändern. Sie wird statt einer Grundschuldeintragung eingesetzt.


Nichtabnahmeentschädigung
Ruft ein Kreditnehmer das vom Kreditinstitut zugesagte Darlehen (oder auch nur Teilbeträge) nicht ab, so entsteht dem Institut ein Verlust, der durch eine entsprechende Entschädigung (ähnlich der Vorfälligkeitsentschädigung) ausgeglichen werden muss.


Nießbrauch
Belastung einer Immobilie in Abteilung II des Grundbuchs zu Gunsten einer bestimmten Person. Sie ist dadurch berechtigt, die Immobilie entsprechend zu nutzen. Dieses Recht macht normalerweise eine Immobilie unverwertbar, da es den Käufer von der Nutzung ausschließen würde.


Nominalzins
Zinssatz, mit dem ein Darlehen zu verzinsen ist. Er wird auf den Nominalbetrag des Darlehens berechnet und ist niedriger als der Effektivzins (wird deshalb in vielen Angeboten hervorgehoben!).


Notaranderkonto

Ein auf den Namen eines Notars eingerichtetes Bankkonto zur treuhänderischen Verwaltung fremder Gelder. Das Notaranderkonto ermöglicht eine vorzeitige Darlehensauszahlung, so lange die Grundschuld noch nicht eingetragen ist. Der Notar gewährleistet die zweckmäßige Verwendung der Gelder (Treuhandauftrag).


Prolongation
Verlängerung eines aus der Zinsbindung fallenden Darlehens. Im Gegensatz zur Umschuldung werden hier lediglich die Zinsen neu angepasst, der Darlehensgeber wechselt nicht.


Rangrücktritt
Durch notariell beglaubigte Erklärung kann ein im Grundbuch eingetragener Gläubiger seine bisherige Rangstelle zu Gunsten eines anderen, bisher nachrangigen Gläubigers abändern.


Rangstelle

Gibt bei mehreren im Grundbuch eingetragenen Belastungen Aufschluss über die Reihenfolge, in der die Gläubiger im Fall der Zwangsvollstreckung aus dem Erlös befriedigt werden.


Refinanzierung
Auch ein Kreditinstitut muss sich die Mittel, die es als Darlehen ausleiht, beschaffen. Hypothekenbanken geben dazu Pfandbriefe aus und reichen dann das von Anlegern dafür eingezahlte Geld an Darlehensnehmer weiter.


Restschuld
Der zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht getilgte (zurückgezahlte) Teil eines Darlehens. Die Höhe der jeweiligen Restschuld ergibt sich aus dem Tilgungsplan.


Risikolebensversicherung
Reine Todesfallrisikoversicherung, die oft als Zusatzsicherheit für Immobiliendarlehen abgeschlossen wird. Sie schützt die Hinterbliebenen vor dem Risiko des unerwarteten Todes des Darlehensnehmers ab und ist eine sinnvolle Ergänzung bei der Übernahme größerer Verpflichtungen (wie zum Beispiel einer Immobilienfinanzierung).


Rückauflassungsvormerkung
Hiermit sichert sich der ehemalige Eigentümer den Aspruch auf Rückübertragung eines Grundstücks. Eine Rückauflassungsvormerkung sichern sich oft Städte und Gemeinden, wenn neue Baugebiete ausgewiesen werden. Der Erwerber erhält das Grundstück nur unter bestimmten Auflagen, zum Beispiel einer Mindestwohnflächenzahl. Hält der Käufer diese Auflage nicht ein, hat der frühere Eigentümer einen Anspruch auf Rückübertragung.


Rücktritt vom Darlehensvertrag
Einseitige Erklärung des Darlehensgebers, dass er einen noch nicht ausgezahlten Kreditvertrag aufhebt. Gründe für einen möglichen Rücktritt liegen zum Beispiel dann vor, wenn nachträgliche Informationen bekannt werden, die eine Auszahlung nicht mehr rechtfertigen oder wenn absehbar ist, dass die Auszahlungsvoraussetzungen nicht erfüllt werden können. Auch falsche Angaben im Darlehensantrag berechtigen den Kreditgeber zum Rücktritt. Der Darlehensgeber kann eine Kostenersatzforderung ("Nichtabnahmeentschädigung") stellen.


SSL
Abkürzung für Secure Socket Layer. SSL wurde von der Firma Netscape entwickelt und arbeitet nach dem asymetrischen Kryptographieverfahren - es werden nicht die einzelnen Dokumente, sondern die Verbindung zwischen den Kommunikationspartnern geschützt. Interhyp.de arbeitet mit dem neuesten SSL-Standard und kann Ihnen daher maximale Datensicherheit garantieren.


Schufa
Abkürzung von: Schutzgemeinschaft für Allgemeine Kreditsicherung Die Schufa erhält von den ihr angeschlossenen Instituten Informationen zur Beurteilung der Bonität der Kreditnehmers. Diese Informationen stellt sie den Banken auf Anfrage zur Verfügung - selbstverständlich unter der strengen Beachtung des Datenschutzes.


Schuldnertausch
Beim Verkauf einer Immobilie kann die Finanzierung mitverkauft werden. Der Käufer wird dann zum Schuldner des Darlehens. Der Schuldnertausch kann nur mit Genehmigung des Gläubigers (Darlehensgeber) durchgeführt werden. Ihm geht eine eingehende Bonitätsprüfung voraus. Die Bewilligung des Tausches erfolgt meist gegen eine einmalige Vergütung von ein bis- bis zwei Prozent der Restschuldsumme.


Schuldzinsenabzug
Bei vermieteten Objekten haben Schuldzinsen den Charakter von Werbungskosten und können daher steuermindernd abgesetzt werden.


Schuldübernahme
Eine Schuldübernahme ist ein Austritt des bisherigen Darlehensnehmers aus seinen Verpflichtungen (mit Einverständnis aller Vertragsparteien) bei gleichzeitigem Eintritt eines neuen Darlehensnehmers in den bestehenden Darlehensvertrag. Der neue Darlehensnehmer übernimmt alle Rechten und Pflichten. Zur Schuldübernahme ist ein notarieller Vertrag oder die notarielle Beurkundung des Vertrags erforderlich. Sie ist meistens problemlos möglich, wenn die Bonität des neuen Darlehensnehmers mindestens so gut oder besser ist als die des bisherigen.


Schätzkosten
Kosten für den Aufwand, den Wert einer Immobilie zu ermitteln.


Sondernutzungsrecht
Ausschließliches Nutzungsrecht an einem genau definierten Teil des gemeinschaftlichen Eigentums für einen bestimmten Sondereigentümer. Beispiele für Sondernutzungsrechte gibt es häufig für Kfz-Stellplätze, Gartenanteile und Kellerräume.


Sondertilgung
Zahlung über die vereinbarte regelmäßige Darlehensrate hinaus. Sie führt in der Regel zu einer Verkürzung der Gesamtlaufzeit oder zu einer niedrigeren regelmäßigen Darlehensrate für den Rest der vereinbarten Laufzeit.


Teilauszahlungszuschlag
Ausgleich für den zusätzlichen Aufwand eines Kreditinstituts, wenn das Darlehen auf Wunsch des Kunden in mehreren Teilen (zum Beispiel nach Baufortschritt) ausgezahlt wird.


Teilungserklärung
Erklärung eines Grundstückseigentümers gegenüber dem Grundbuchamt, dass das Eigentum an dem Grundstück in Miteigentumsanteile aufgeteilt wird. Jeder Miteigentumsanteil soll dann mit dem Sondereigentum an bestimmten Räumlichkeiten des vorhandenen Gebäudes oder von noch zu errichtenden Gebäuden verbunden sein. Damit die Teilung wirksam wird, müssen erst eigene Wohnungsgrundbücher angelegt werden. Dadurch ist es möglich, diese Miteigentumsanteile selbstständig zu belasten. Die Teilungserklärung gibt unter anderem Auskunft darüber, welche konkreten Gebäudeteile Sonder-, Teil-beziehungsweise Gemeinschaftseigentum sind.


Tilgung
Regelmäßige Zahlung zur Rückführung eines Darlehens. Die Höhe der Tilgung entscheidet über die Höhe der Kreditrate und über die Gesamtlaufzeit des Darlehens.


Tilgungsaussetzung
Es werden keine Zahlungen zur Rückführung des Darlehensbetrags vereinbart, der Darlehensnehmer zahlt lediglich die anfallenden Zinsen (Festdarlehen). Eine Tilgungsaussetzung wird normalerweise nur vereinbart, wenn ein Tilgungssurrogat (Tilgungsersatz) vorgesehen ist. Beispiele für solche Surrogate sind: Abtretung von Ansprüchen aus Kapitallebensversicherungen, Rentenversicherungen, Bausparverträgen oder Investmentfonds. Diese werden separat angespart und mit ihnen am Ende der Laufzeit das Darlehen abgelöst.


Tilgungsfreijahre
Vereinbarung zwischen dem Kreditinstitut und dem Darlehensnehmer, dass die Tilgung der Darlehensschuld erst nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne nach Auszahlung des Darlehens beginnt.


Tilgungsplan
Zeitliche Darstellung des Verlaufs eines Darlehens von der Auszahlung bis zur planmäßigen Rückführung. Der Tilgungsplan gibt Auskunft über die Höhe der monatlichen Rate, den in der Rate enthaltenen Zins- und Tilgungsanteil und über die Restschuld. Die Darstellung ist sowohl auf monatlicher als auch auf jährlicher Basis möglich. Der Tilgungsplan kann nur für die Zeit der Zinsbindung exakte Zahlen liefern. Danach werden vielfach gleich bleibende Zinssätze bis zum Laufzeitende unterstellt. Bei Vereinbarung einer neuen Zinsfestschreibung muss ein aktualisierter Tilgungsplan erstellt werden.


Tilgungssurrogat
Andere Bezeichnung für Tilgungsersatz. Wird nur bei Tilgungsaussetzung vereinbart. Beispiele für solche Surrogate sind: Kapitallebensversicherungen, Rentenversicherungen, Bausparverträgen oder Investmentfonds.


Tilgungsverrechnung
Gibt Auskunft über den Zeitpunkt, zu dem die vereinbarte Tilgung mit dem restlichen Darlehensbetrag verrechnet wird. "Sofortige Tilgungsverrechnungquot; heißt zum Beispiel, dass die Zahlung bei Eingang sofort die Restschuld vermindert.


Treuhandzahlung
Eine Treuhandzahlung führt dazu, dass ein Darlehen bereits valutiert (ausgezahlt) werden kann, bevor alle Auflagen (zun Beispiel die Eintragung der Grundschuld) erfüllt sind. Die Zahlung erfolgt an vertrauenswürdige Dritte (sogenannte Treuhänder, zum Beispiel ein Notar) mit der Maßgabe, das Geld an den endgültigen Empfänger nur weiterzuleiten, wenn alle gestellten Auflagen erfüllt sind.


Umschuldung
Rückführung oder Prolongation (Verlängerung) der Zinsbindung eines bestehenden Darlehens durch Aufnahme eines neuen Darlehens.


Verkehrswert
Der Verkehrswert einer Immobilie wird durch den Preis bestimmt, der zu diesem Zeitpunkt im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu erzielen wäre.


Vorfälligkeitsentschädigung
Entgelt für die einem Kreditinstitut entstehenden Verluste bei einer außerplanmäßigen Rückzahlung des Darlehens. Bei Immobilienfinanzierungen werden die Zinskonditionen für eine bestimmte Laufzeit festgeschrieben. Kreditinstitute besorgen sich die für die Herausgabe des Darlehen notwendigen Gelder genau für diese Laufzeit (refinanzieren sich also).

  • Wird das Darlehen vom Verbraucher vorzeitig zurückgezahlt, so können den Kreditinstituten je nach Höhe der Zinskondition, Restlaufzeit und Restschuld erhebliche Verluste entstehen, die sie sich dann über die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung vom Darlehensnehmer ausgleichen lassen.


Vorkaufsrecht
Recht des Begünstigten, dass ihm eine Immobilie beim Verkauf an einen Dritten vorher zu gleichen Bedingungen angeboten wird beziehungsweise er seine Zustimmung zum Verkauf geben muss. Ein Vorkaufsrecht wird im Grundbuch Abt. II unter quot;Lasten und Beschränkungenquot; eingetragen.


Wertermittlung
Mir einer Wertermittlung bestimmt man den Verkehrs- und den Beleihungswert einer Immobilie. Bei der Bewertung gibt es unterschiedliche Verfahren: Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäuser werden in der Regel über das Sachwertverfahren bewertet. Der Sachwert einer Immobilie setzt sich zusammen aus dem Bodenwert (Grundstücksgröße mal Bodenrichtwert) und dem Bauwert (Kubikmeter umbauter Raum mal Baukosten beziehungsweise der Wohnfläche mal durchschnittlicher Preis je Quadratmeter Wohnfläche). Der Wert eines Mehrfamilienhauses bestimmt sich über den Ertragswert, der aus der Jahresnettomiete errechnet wird. Ein Gutachten zur Immobilie weist häufig sowohl den Sach- als auch den Ertragswert aus. Der Wert der Immobilie wird dann aus dem Mittelwert beider Ergebnisse errechnet.


Wohnrecht
Recht eines Dritten zur uneingeschränkten Nutzung einer Immobilie unter Ausschluss des Eigentümers. Das Wohnrecht kann auch auf einen Teil des Gebäudes beschränkt sein. Der Berechtigte ist befugt, weitere Personen in die Wohnung aufzunehmen. Kosten des Unterhalts der Immobilie wie Steuern, öffentliche Lasten, Reparaturen trägt der Eigentümer.


Zinsbindungsfrist (Zinsfestschreibung)
Auch Zinsfestschreibung genannt. Damit ist der Zeitraum gemeint, für den die vereinbarten Zinskonditionen gelten.


Zwangsvollstreckung
Gesetzlich geregeltes Verfahren zur Durchsetzung privatrechtlicher Ansprüche gegenüber einem Schuldner.


Zwischenfinanzierung
Eine Zwischenfinanzierung dient der Überbrückung eines kurzfristigen Kreditbedarfs beispielsweise während der Bauphase.Die Zwischenfinanzierung wird später durch Eigenkapital (möglicherweise durch den Verkauf einer anderen Immobilie) oder die Auszahlung der langfristigen Finanzierungsmittel abgelöst.

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